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  • Oft gestellte Fragen (FAQ)

Wann muss ich mich arbeitslos melden?

Sobald man eine Kündigung erhalten hat, ist man verpflichtet, sich umgehend bei der Arbeitsagentur zu melden. Versäumt man dies innerhalb von drei Tagen nach Erhalt der Kündigung, bekommt man beim Arbeitslosengeld eine Sperrzeit. Der bisherige Betrieb ist verpflichtet, für die Meldung bei der Arbeitsagentur den Betroffenen Arbeitsbefreiung zu geben.

Also, noch während man in einer Beschäftigung ist und erfährt, wann der letzte Arbeitstag sein wird, muss man sich „Arbeitsuchend“ melden.


Im Einzelnen ist zu beachten:
Nachdem man die Kündigung erhalten hat, muss man sich persönlich bei der Arbeitsagentur melden. Die zuständige Arbeitsagentur ist entweder die am Wohnort oder die am Arbeitsort.
Rechtsgrundlage hierfür ist § 38 (Rechte und Pflichten der Ausbildungs- und Arbeitsuchenden) des Sozialgesetzbuch III (SGB III).


Voraussetzung für die Meldung bei der Arbeitsagentur ist, dass man den Zeitpunkt kennt, an dem das bestehende Arbeitsverhältnis enden soll. Das kann unabhängig vom Vorliegen einer schriftlichen Kündigung sein. Auch in einer mündlichen Kündigung kann ein „Beendigungszeitpunkt“ genannt werden. Auch eine scheinbar ungenaue Formulierung für den Kündigungstermin (z.B. Ende des nächsten Monats) kann ein genaues Datum darstellen.


Die Meldung bei der Arbeitsagentur hat unverzüglich innerhalb von drei Tagen zu erfolgen. Ist man nachweislich verhindert (z.B. schwer erkrankt), so greift die Verpflichtung, sobald man es einrichten kann (d.h. z.B., sobald man wieder gesund ist).


Dauert es noch mehr als drei Monate bis zum ersten Tag nach dem jetzigen Arbeitsverhältnis (z.B. bei befristeten Arbeitsverträgen) - dann reicht es, wenn man spätestens einen Tag vor Ablauf der 3-Monats-Frist bei der Arbeitsagentur erscheint.


Der Betrieb ist gesetzlich verpflichtet, für die Meldung bei der Arbeitsagentur den Betroffenen Arbeitsbefreiung zu geben. Die Person, die die Kündigung erhalten hat, muss für diesen Zweck (bezahlt) freigestellt werden. Die Meldung als Arbeitsuchend muss persönlich erfolgen. Es reicht weder ein Anruf, noch eine schriftliche Mitteilung (weder Brief, Fax oder E-Mail) und auch keine andere Person kann damit beauftragt werden. Die gekündigte Person muss selbst bei der Arbeitsagentur erscheinen. Falls man das Kündigungsschreiben bereits vorliegen hat, sollte dieses mit zur Arbeitsagentur genommen werden.


Die Meldung bei der Arbeitsagentur ist auch dann erforderlich, wenn die Kündigung offensichtlich zu Unrecht ausgesprochen worden ist und man gute Aussichten hat, eine Kündigungsschutzklage zu gewinnen.