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  • Oft gestellte Fragen (FAQ)

Kündigung des Arbeitsvertrages und Arbeitslosengeld
Nach einer Kündigung kein Arbeitslosengeld – ist das möglich?

Je nach den Kündigungsgründen bzw. je nach dem Verlauf des Kündigungsverfahrens kann das Arbeitslosengeld gemindert, gesperrt oder ganz gestrichen werden. Problematisch sind Auflösungsverträge und eigene Kündigungen. Bei betriebsbedingten Kündigungen ist der Anspruch auf Arbeitslosengeld meist unproblematisch.


Im Einzelnen ist zu beachten:


Problematisch sind Kündigungen seitens des Betriebs nach Abmahnungen, einer fristlosen Entlassung oder durch Auflösungsvertrag in beiderseitigem Einvernehmen. Hier ist die Zahlung des Arbeitslosengeld I (nach SGB III) bedroht.


Bei Eigenkündigung kann das Arbeitslosengeld I gesperrt oder gänzlich gestrichen werden. Dann gibt es auch kein Arbeitslosengeld II (SGB II) und keine Sozialhilfe.


Empfindet man die Kündigung als nicht gerechtfertigt, kann man innerhalb von 21 Tagen nach Zugang des Kündigungsschreibens beim zuständigen Arbeitsgericht Klage einreichen.


Wichtig ist, eine Kündigung nie leichtfertig in Kauf nehmen oder mutwillig herbeiführen.


Eine frühzeitige Beratung über mögliche Auswirkungen einer Kündigung ist wichtig. Dies ist für ver.di-Mitglieder in dem zuständigen ver.di-Bezirk bzw. in der ver.di-Geschäftsstelle möglich oder dort - wo vorhanden - beim Betriebs- bzw. Personalrat.